Die Gartenarbeit im Mai gilt als der Startschuss in die grüne Saison. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, und das Pflanzenwachstum kommt so richtig in Fahrt. Für Hobbygärtner beginnt jetzt eine besonders aktive Zeit, in der zahlreiche Gartenarbeiten im Mai anstehen. Damit Sie Ihren Garten im Mai optimal vorbereiten, finden Sie in diesem Artikel wertvolle Gartentipps für Mai, von der Rasenneuanlage bis zur Frage: Was kann man im Mai pflanzen?
Rasen anlegen gehört zur Gartenarbeit im Monat Mai
Ein sattgrüner Rasen ist für viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer das Herzstück der Gartenanlage. Im Mai bieten sich gleich mehrere Varianten an, Ihren Traumrasen zu realisieren:
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Rasen säen
Wenn Sie einen Rasen von Grund auf selbst anlegen möchten, ist das Aussäen eine kostengünstige und flexible Methode. Achten Sie darauf, den Boden zunächst gründlich zu lockern und von Unkraut zu befreien. Anschließend verteilen Sie den Rasensamen gleichmäßig, beispielsweise mithilfe eines Streuwagens. Damit die Keimung optimal verläuft, sollten Sie die Fläche ausreichend wässern. Regelmäßiges, feines Gießen in den ersten Wochen ist besonders wichtig, damit die Samen nicht austrocknen. -
Rollrasen
Wer schneller ein Ergebnis sehen möchte und bereit ist, etwas mehr Geld zu investieren, wählt den Rollrasen. Hier erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit eine geschlossene, grüne Fläche. Rollen Sie die Bahnen zügig aus und pressen Sie sie mit einer Walze an, damit sich die Wurzeln gut mit dem Untergrund verbinden. Auch bei Rollrasen ist eine intensive Wasserversorgung in den ersten Wochen entscheidend, damit der junge Rasen anwachsen kann. -
Rasenmatte
Eine Rasenmatte stellt eine Mischung aus Aussaat und Rollrasen dar: Auf einem Vlies oder ähnlichem Material sind bereits Samen und Dünger fixiert. Der Vorteil dieser Variante liegt in ihrer Handlichkeit und dem gleichmäßigen Austrieb. Sie verlegen die Matten unkompliziert wie Rollrasen und müssen anschließend nur noch wässern. Die Matten schützen die Samen vor dem Wegspülen bei Regen und sorgen für einen gleichmäßigen Grünteppich.

Was im Mai pflanzen? Gemüsepflanzen ins Freiland setzen
Sobald sich die Nächte erwärmen und keine Spätfröste mehr drohen, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, Jungpflanzen ins Freiland zu setzen. Tomaten, Gurken, Paprika und Zucchini sind typische Vertreter, die Sie jetzt anpflanzen im Mai. Achten Sie dabei auf:
- Aufgelockerten Boden: Lockern Sie die Erde gut auf und entfernen Sie Steine sowie Unkraut.
- Nährstoffversorgung: Arbeiten Sie reifen Kompost oder einen organischen Dünger ein, damit Ihre jungen Gemüsepflanzen optimal versorgt sind.
- Pflanzabstände: Halten Sie stets genügend Raum zwischen den Pflanzen ein, damit diese sich ungehindert entwickeln können.
- Pflanzunterstützung: Gerade bei hohen Gewächsen wie Tomaten empfiehlt sich ein Stab oder ein Rankgitter.
Das regelmäßige Gießen ist in den ersten Wochen unabdingbar, da die zarten Wurzeln sonst schnell austrocknen. Sollte es in den Nächten doch noch kälter werden, schützen Sie Ihre Beete am besten mit Abdeckvliesen vor Frost.

Blumen pflanzen im Mai: Farbe für Terrasse und Balkon
Nicht nur im Beet, auch in Kübeln stellt sich die Frage: Welche Blumen im Mai pflanzen? Um eine Blütenoase zu schaffen, eignen sich besonders:
- Petunien: Anspruchslose Dauerblüher, die den ganzen Sommer über in leuchtenden Farben erstrahlen.
- Geranien: In verschiedenen Wuchsformen und Farben erhältlich, robust und ebenfalls lang blühend.
- Fuchsien: Liebhaberinnen des Halbschattens, die mit ihren glockenförmigen Blüten begeistern.
Achten Sie bei der Auswahl darauf, ob Ihre Terrasse oder Ihr Balkon eher sonnig oder schattig liegt. Verwenden Sie durchlässige Erde und passende Gefäße mit Wasserabflusslöchern. Eine Schicht Blähton oder Kies am Boden des Pflanzkübels hilft, Staunässe zu vermeiden und die Wurzeln gesund zu halten.

Ziergräser pflanzen
Ziergräser bringen Bewegung und Struktur ins Beet. Im Mai können Sie Exemplare wie Lampenputzergras, Blauschwingel oder Chinaschilf setzen. Diese Gräser überzeugen mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen, Blattfarben und filigranen Halmen. Beim Pflanzen gilt:
- Standortwahl: Ziergräser bevorzugen oft sonnige bis halbschattige Standorte.
- Bodenbeschaffenheit: Ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden ist ideal.
- Pflanzabstand: Geben Sie den Gräsern genug Platz, damit sie sich voll entfalten können.
- Pflege: Ein Rückschnitt erfolgt meist erst im Frühjahr, damit die Halme im Winter als natürlicher Kälteschutz dienen können.
Ziergräser eignen sich übrigens nicht nur für das Beet, sondern wirken auch in größeren Kübeln sehr dekorativ.

Bewässerung planen
Mit steigenden Temperaturen wird die Bewässerung zum zentralen Thema der Gartenarbeit im Mai. Eine durchdachte Planung spart Zeit und Ressourcen:
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Regenwassertonne
Das Sammeln von Regenwasser ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Kosten. Stellen Sie eine oder mehrere Regentonnen an Ihre Fallrohre, um möglichst viel Regen aufzufangen. Nutzen Sie das gesammelte Wasser zum Gießen von Beeten, Kübeln oder Hochbeeten. -
Tropfschläuche
Tropfschläuche leiten das Wasser direkt an die Wurzeln, wodurch eine gleichmäßige und effiziente Bewässerung gewährleistet wird. Sie lassen sich leicht in Beeten oder zwischen Pflanzenreihen verlegen und sorgen für eine konstante Feuchtigkeitszufuhr. -
Versenkregner
Besitzen Sie eine größere Rasenfläche, sind Versenkregner eine komfortable Lösung. Diese Sprinkler verschwinden im Ruhezustand unter der Grasnarbe und fahren bei Wasserdruck automatisch aus. Auf diese Weise können Sie weite Bereiche gleichmäßig bewässern, ohne lästige Schläuche über den Rasen ziehen zu müssen.
Überlegen Sie vor der Installation, welche Bereiche Ihres Gartens wie häufig und wie intensiv bewässert werden müssen. In vielen Fällen lohnt sich auch die Kombination verschiedener Methoden, etwa Tropfschläuche im Gemüsebeet und Versenkregner auf der Rasenfläche.

Fazit
Mit diesen Tipps sind Sie bestens für die Gartenarbeiten im Mai gerüstet. Achten Sie darauf, Ihre Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und auf Schädlinge oder Krankheiten zu untersuchen. Mit einer sorgfältigen Planung und etwas Fingerspitzengefühl werden Ihr Rasen sattgrün, Ihre Gemüsepflanzen ertragreich und Ihre Balkonkübel sowie Beete eine wahre Blütenpracht. Genießen Sie den Mai, und lassen Sie sich von den ersten richtigen Sonnenstrahlen in Ihrem Garten verzaubern!
FAQ: Häufige Fragen zur Gartenarbeit im Mai
Darf man am 1. Mai Gartenarbeit erledigen?
Da der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag ist, gilt die allgemeine Feiertagsruhe. Geräuschintensive Arbeiten wie Rasenmähen oder Häckseln sollten unterbleiben, um den Nachbarschaftsfrieden zu wahren. Leise Tätigkeiten wie Unkrautjäten oder Blumen pflanzen sind im Mai jedoch meist unbedenklich.
Welche Gartenarbeiten im Mai sind am wichtigsten?
Neben dem Pflanzen von frostempfindlichem Gemüse steht die Rasenpflege und die Unkrautkontrolle an oberster Stelle, da die Natur nun mit maximaler Kraft austreibt.
Was hat es mit den "Eisheiligen" auf sich?
Die Eisheiligen (Mitte Mai) markieren statistisch gesehen die letzten möglichen Nachtfröste. Erst danach ist die Gartenarbeit im Mai für empfindliche Pflanzen wie Tomaten oder Geranien sicher. Wer vor Mai Gartenpflanzen setzt, sollte unbedingt ein Schutzvlies bereithalten.
Sollte man Sträucher und Hecken im Mai schneiden?
Bei der Gartenarbeit im Monat Mai ist Vorsicht geboten: Ein starker Rückschnitt von Hecken ist laut Naturschutzgesetz meist untersagt, um brütende Vögel nicht zu stören. Ein leichter Form- und Pflegeschnitt ist jedoch erlaubt, sofern Sie vorher prüfen, ob sich Nester im Gebüsch befinden.
