Wenn die Tage langsam länger werden und die Temperaturen steigen, beginnt die Zeit der Frühblüher. Diese ersten Gewächse entfalten bereits im ausgehenden Winter ihre Pracht. Wer rechtzeitig Frühlingsblumen pflanzen möchte, bringt Farbe in den Garten und sorgt für ein natürliches Erwachen. Doch welche Frühlingsblüher gibt es eigentlich und worauf muss man achten, wenn man neue Frühblüher pflanzen will? In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen für den Start in die Saison.
Welche Frühblüher gibt es? Unsere Liste im Überblick
Frühblüher, oft auch Frühlingsblüher genannt, sind Pflanzen, die ihre Pracht bereits zu Beginn des Jahres entfalten. Sie haben sich darauf spezialisiert, die kurzen Tage zu nutzen, indem sie Energie aus ihren Zwiebeln oder Knollen ziehen. Damit Sie die Pflanzen leicht identifizieren können, haben wir hier eine sortierte Frühblüher-Liste mit Bildern und Merkmalen zusammengestellt – beginnend mit den allerersten Boten des Jahres:
- Winterling (Eranthis hyemalis): Mit seinen gelben Blüten sorgt er oft schon im Januar für die ersten Farbtupfer im Garten.
- Schneeglöckchen (Galanthus): Es blüht meist ab Februar und gilt als eines der klassischsten Zeichen des Frühlings.
- Primeln (Primula): Diese robusten Pflanzen gibt es in vielen Farben. Sie blühen oft schon im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr.
- Krokusse (Crocus): Diese bunten Blüten erscheinen zwischen Februar und April und sind besonders pflegeleicht.
- Märzenbecher (Leucojum vernum): Wie der Name verrät, zeigen sich diese weißen Glockenblumen meist im März.
- Blaustern (Scilla siberica): Mit seinen intensiv blauen Blüten verzaubert er Gärten ab März.
- Narzissen (Narcissus): Auch bekannt als Osterglocken, blühen sie von März bis Mai in leuchtendem Gelb.
- Tulpen (Tulipa): Sie zählen zu den beliebtesten Arten und zeigen ihre Blütenpracht ab März oder April.
- Hyazinthen (Hyacinthus): Diese wohlriechenden Pflanzen bilden den Abschluss der frühen Saison und erscheinen im April und Mai.
Viele dieser Arten vermehren sich von selbst, indem sie neue Frühblüher-Zwiebeln oder Samen ausbilden. Besonders Schneeglöckchen, Krokusse und Blausterne verbreiten sich mit der Zeit zu wunderschönen Blütenteppichen.

Wie unterscheiden sich die Frühblüher?
Nicht alle Frühlingsblüher sind gleich. Die Arten unterscheiden sich vor allem in drei wesentlichen Aspekten:
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Blütezeit: Die Saison ist lang. Einige Frühblüher wie das Schneeglöckchen und der Winterling erscheinen bereits im Januar und Februar. Andere Vertreter, wie Tulpen und Hyazinthen, blühen erst deutlich später, ab März oder April.
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Wachstumstyp: Manche Pflanzen, etwa Krokusse, bilden mit der Zeit dichte Teppiche, da sie sich über ihre Frühblüher-Zwiebeln im Boden vermehren. Andere, wie die Hyazinthen, wachsen eher als einzelne, markante Blütenstiele.
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Standort: Bevor Sie Frühblüher pflanzen, sollten Sie den Platz prüfen. Viele Arten bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und kommen hervorragend mit den noch kühleren Temperaturen zurecht.
Wann kann man Frühblüher-Zwiebeln kaufen?
Die beste Zeit, um neue Frühblüher-Zwiebeln zu kaufen, ist der Spätsommer bis Herbst (August bis November). In dieser Phase bieten Gartencenter und Online-Händler die größte Vielfalt an. Wer vorhat, im Herbst seine Frühlingsblumen zu pflanzen, sollte frühzeitig zuschlagen: Wer rechtzeitig kauft, hat die volle Auswahl und kann sich die schönsten Sorten für die kommende Saison sichern.
Wann und wie Sie Frühblüher pflanzen
Damit Ihre Frühlingsblüher im nächsten Jahr ihre volle Pracht entfalten, sollten die Zwiebeln rechtzeitig und korrekt in die Erde kommen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Pflanzzeit: Der ideale Zeitraum ist der Herbst (September bis November). Wer Frühlingsblumen pflanzen möchte, muss dies vor dem Frost tun, denn die Frühblüher-Zwiebeln benötigen eine Kälteperiode im Boden, um ihre Blühkraft optimal zu entwickeln.
- Standort: Die meisten Arten bevorzugen gut durchlässige, humusreiche Böden. Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal.
- Pflanztiefe: Wenn Sie Frühblüher pflanzen, gilt als Faustregel: Setzen Sie die Zwiebeln doppelt so tief wie ihre eigene Höhe. Schneeglöckchen kommen beispielsweise etwa 5–8 cm tief in die Erde, während große Tulpenzwiebeln 10–15 cm Tiefe benötigen.
- Abstand: Zwischen den Zwiebeln sollte ein Abstand von 5–15 cm eingehalten werden, je nachdem, wie groß die ausgewachsene Pflanze wird.
Pflege: Drücken Sie die Erde nach dem Einsetzen leicht an und gießen Sie bei trockener Witterung. Wichtig: Lassen Sie nach der Blüte die Blätter stehen, bis sie von selbst verwelken. So kann die Zwiebel Kraft für das nächste Jahr sammeln.
Ein bunter Start in die Gartensaison mit Frühblühern
Frühblüher sind die perfekten Pflanzen, um den Frühling direkt in den Garten zu holen. Von Schneeglöckchen über Narzissen bis hin zu Tulpen gibt es eine große Auswahl an farbenfrohen Arten, die in verschiedenen Phasen des Frühjahrs aufblühen. Wer seine Frühblüher-Zwiebeln rechtzeitig im Herbst setzt, kann sich im kommenden Jahr über ein leuchtendes Blütenspektakel freuen. Mit der richtigen Pflanzzeit, dem passenden Standort und ein wenig Pflege werden die heimischen Frühlingsblüher Sie jede Saison aufs Neue begeistern.